Freitag, 3. Juli 2009

Rueckenwind!!!




Nach unzaehligen Abschiedsfotos dieser Art haben wir es letztendlich doch geschafft, uns aus Cochabamba zu verabschieden!!!









Als es dann soweit war, packten wir unseren Lieblingszivi Philipp mit ein und fuhren nach Villa Tunari, wo man v.a. den hiesigen Tierpark fuer ehemals misshandelte Tiere besuchen kann. Eine Aeffin erwies sich dabei als besonders anhaenglich...






Nachdem wir uns sogar von Philipp trennen mussten, was uns nach der coolen Zeit besonders schwer fiel, machten wir uns auf nach Uyuni, von wo wir eine dreitaegige Tour durch die salzwueste starten wollten. Dazu mussten wir in Sucre, der offiziellen Hauptstadt halt machen, wo uns schliesslich WER erschien??

Richtig!!! Wenn das mal kein gutes Omen fuer unsere Reise ist...








Aber dann gings los!!! Die Wueste aus reinem Salz rief uns! Und schon bald stellten sich erste Halluzinationen ein...











...die wir natuerlich in den Griff bekamen. Zum Beispiel mit alltbekannten Gewohnheiten (hier am "Arbol de Piedra")

Das Maedel kanns halt nicht lassen...









Auch die Flora erschien an manchen Tagen ueberwaeltigend!










Wie das dann so ueblich ist, trifft man allerlei internationales Gesindel auf derlei Touren und startet Verbruederungen....











...die dann in solcherlei Spaessen muenden. Uebrigens wars saukalt, auch wenns nicht unbedingt danach aussieht.










Auch die schoenste Tour ging irgendwann zuende und unser Visum in Bolivien ebenso. deshalb mussten wir einen abstecher nach Chile machen, wo wir ein wenig den Strand genossen und uns ueber die "deutschen Preise" wunderten. Strandfotos haben wir alles schon genug gesehen, deswegen sparen wir uns das! Ruckzuck gings wieder ins schoene (und billigere) Bolivien...








...wo wir via la Paz die Herausforderung einer dreitaegigen Wanderung dem "El Choro Trek" entlang in den Yungas annahmen.











Der Weg fuehrte ueber herrliche wanderwege und wunderbares Panorama...












...ueber alte Inkastaetten...















...und wunderbar abgelegenen Zeltplaetzen...











...nach Coroico, wo wir unser wohlverdienstes "Siegerbier" mit unserer Wanderbekanntschaft (diesmal ausnahmsweise deutschsprachig) geniessen konnten!


Fortsetzung folgt!!


Demnaechst aus dem Urwald!!!

Samstag, 6. Juni 2009

Haengen an und in Cochabamba


Guten Abend aus (immer noch) Cochabamba!

Erste Juni-Woche, Kindertag is schon vorbei, ich hoffe auf Geschenke nachtraeglich und der Reise-Stand ist: Wir konnten uns immer noch nicht endgueltig von Cocha trennen. Es kann sich aber nur noch um Tage handeln und deshalb schliessen wir unsere Zeit hier u.a. mit einem Blog-Abriss der letzten Wochen.


Aktion 1: Wanderung zu den "Los Murillos"-Wasserfaellen am ersten Mai-Wochenende. Waehrend die Kletterleutz an heimischen Felsen toben, motivieren wir die Muchachos nebst Educator zum Aufstieg.

(unglaeubiges "A pie??????" "zu Fuss??????-Geschrei ging diesem Bild voraus)





Das Aufstellen eines Pfahls plus daran befestigter Socke wird zum Spiel-Abraeumer des Winters. Hier trainiert der Titelverteidiger die Disziplien "Batsch die Socke". Herausforderer: Daniel aus der Schweiz mit dem wir auch schon im Colca waren.







Nachdem wir tagelang kein Wasser aus der Leitung zu sehen geschweige denn zu spueren bekamen, wurde sich der Reinigung der Pumpe angenommen.

¡Chala! (umgspr. Wort der Strasse Cochabambas = cool, geil, super)




Der Muttertag in Bolivien faellt auf den 27. Mai. - Zum Gedenken an die Frauen Cochabambas, da sich an diesem Tag 1812 den spanischen Eroberern in den Weg stellten, nachdem ihre Maenner die erste Schlacht bereits verloren hatten. Muetter sind in diesem Land die Heldinnen schlechthin.







Auch in Tiquipaya Wasi wurden die eingeladenen Muetter der Jungs mit einem zuenftigen Programm (<------) geehrt.







Unsere Abschlussaktion am letzten Mai-Samstag: Tiqui-Trophi 2009
(am Vorabend waren wir von allen Mitarbeitern mit Cola-Rum verabschiedet und gelobpreist worden - dementsprechend heiter waren wir zugange)

Die Disziplinen: Liedumtexten, Zutaten von Essenmantsche raten, Blinder Elfmeter, Basketball, besagtes Sockenbatschen...







...und Zwiebelessen auf Zeit.









In der letzten Woche waren wir fuer einige Tage im ToroToro-Nationalpark - Dinosaurierspuren lesen, Natur geniessen, supergeile Berg-Felsenlandschaften, Hoehlen.... Aus Sicherheitsgruenden(um den Park vor uns zu schuetzen) und um uns alles zu erklaeren immer dabei: Mario.
























Hot sun beating down Burning my feet just walking around
Hot sun making me sweat
Gators getting close, hasn't got me yet
I can't dance, I can't talk The only thing about me is the way I walk




Laut der ungefaehren naechsten Plane werden wir irgendwann in der kommenden Woche aufbrechen und ueber Sucre und die Salzwueste Salar de Uyuni in Chile einreisen, um der allzeitbereiten Interpol keine Gelegenheiten zu schaffen - unser Visum laeuft am 20.06. aus und den illegalen-Status laesst sich Evo nicht mit Coca bezahlen... .

¡Hasta pronto!

Los Dos




Dienstag, 28. April 2009

Verborgene Talente

Der Jhon, die Panfloete und die Simpsons


Gangsterraper Fabio

Montag, 27. April 2009



¡Hola a Ustedes!


Wir - mittlerweile wieder arbeitende Bevoelkerung gegen Essen und Schlafen frei - befinden uns seit gut vier Wochen in Cochabamba, dem bisherigen Reisehoehepunkt. Nicht nur, weil uns das ranklotzen und fruehe aufstehen so gefehlt haette. Aber unsere Eindruecke hier uebertreffen alles bisherig touristische und zwar (in Auszuegen) so:


Gleich in der ersten Woche stellte sich heraus, dass Diego Maradonna nach der 6:1 Niederlage im Spiel Argentinien - Bolivien nach Cochabamba auswandern musste und nun unter dem Pseudonym E. Guevara als unser Jefe taetig ist. Hier im Mitarbeiter-Freundschaftsspiel gegen den Meister...

Der Gringo ueberholt sie alle...

Ausgang des Spieles: 6:4 Sieg gegen die Jungs aus der Werkstatt (2 Tore in der Nachspielzeit durch R. Behrens)


spaeter sollte es noch Fussballspiele geben, wo der Sieg mit dem Geschlechtsteil sichergestellt wurde (auch durch R. Behrens, in Anlehnung an Mario Gomez, Gott weiss, wer ditte is)





Alltag in Tiquipaya Wasi: Brot wird selbst gebacken.


(wenns auch am naechsten Morgen schon n bissel hart is)





Kartoffeln schaelen muuuuschd... - 1000e fuer Pice Macho (fuer 50 Personen).





... und Maria, der Kuechenfrau, helfen.



Auch wenns nicht so aussieht: Wir stehen beide!!!!






Ron hat mittlerweile schon eine seiner drei Lebensaufgaben erfuellt...







... und trotz harmonischer Reisegruppe "nur" n Baum gepflanzt.






Unsere anderen Aufgaben im Projekt:

Hausaufgaben-Betreuung, wobei die Motivation dazu schon ein Uebermass an paedagogischen Faehigkeiten verlangt, oder auch mal alternativ Dankeschoen-Karten fuer die deutschen Spender malen: "Sie haben mir sooooo geholfen" - si claro ; )





Jorge, der mit Abstand groesste Ganove und Schreihals, hat eben ooch sein Herzl an der rechten Stelle.



Und das aktuellste grosse Event: Jetzt am Wochenende war Stadtteilfest in Condebamba und Tiquipaya Wasi mit einer Gruppe vertreten. Ne Art Karneval der Kulturen mit einem traditionellen Umzug - Musik und Kostueme an die verschiedenen indigenen Bevoelkerungs-gruppen Boliviens angelehnt.









Hier einer von ner anderen Gruppe...









... und hier die absoluten Star-Teilnehmer.

(Pflicht fuer alle Freiwilligen im Projekt; Phillip, unser Kollege aus D, war nur gleich mal im Urlaub)








Der Umzug fand an zwei Tagen jeweils 3 - 4 Stunden statt.







Ron mit den Jungs und Maennern an der Tarka-Floete (die traditionell den Regen rufen soll) und am Singen...

Die Sonne scheint immer noch, was auf die spielerischen Qualitaeten schliessen laesst.






... und ich tanzend im nichtatmungsaktiven Poncho bei 30 Grad mindestens!



In der Hand die Fahne der indigenen Dorfer, im Bein heute noch andauernden Muskelkater!








Trotz dieser Ereignisse sind viele unserer Gedanken bei euch im deutschen Fruehling. Dahin gehen 1000 abrazos de



Steph & Ron

Sonntag, 29. März 2009

Ciao Peru, Hola Bolivia

Buenos Dias Alemania y drumrum,
fuer euch eine Aktualisierung unserer Reise, seit gut einer Woche wieder unterwegs und vor 4 Tagen in Bolivien eingetroffen. Morgen beginnt das Arbeitsleben in Cochabamba und deshalb hier ein Zwischenstand des suessen Lebens:



Auch wenns noch so schoen und lehrreich war, irgendwann geht auch die schoenste Zeit zu Ende und wir beschlossen, die Schule nach dreieinhalb Wochen sein zu lassen und weiterzuziehen!





Natuerlich nicht ohne ein rasend spannendes Basketballspiel mit Lehrern & Mitschuelern abzuliefern, welches nach ueberragendem Kampf unserer spielerisch weit unterlegenen Mannschaft und furioser Aufholjagd doch noch unentschieden endete! Ein Hoch auf Hit(wo)men Steph!!!!
(die zweite Dame links oben)






Nach 4 Wochen Arequipa ging die Reise weiter nach Puno, einer Kleinstadt am Titicacasee, von wo wir alsbald zu einem Ausflug zu den "Los-Uros-Inseln" aufbrachen, kuenstlich angelegte Inseln aus Erde, Schilf und Torf. Die Leute dort flohen vor vielen Jahren vor Repressalien, haben mittlerweile aus der Not eine Tugend gemacht und leben vom Tourismus.






Das Abschiednehmen hoert nicht auf! Diesmal galten die Traenen Peru! Dafuer kam ja auch was neues, naemlich Bolivien!







Da jedoch auch Bolivien den Titicacasee zu seinem Staatsgebiet
zaehlt, schauten wir uns dass einfach nochmal aus bolivianischer Sicht an, genauer gesagt in Copacabana!









Auch dort gibt es wunderschoene Inseln, auf denen man hervorragend wandern kann! Hier auf der "Isla del Sol", wo wir gleich zwei Tage verbrachten...

(nicht im Bilde: der Einheimische, der aufgrund unserer Verweigerung des Wegezolles seine Peitsche zueckte)




...und uns am Strand im netten Oertchen namens "Challa" ueber Nacht einquartierten.







Jaja, auch wenn es hier von wilden Tieren nur so wimmelte!!!







Uebrigens soll aus diesem Felsklumpen das Inkageschlecht entstanden sein! Genauer gesagt, hat der Sonnengott genau dort Mama Ocllo und Manco Kapac zum Leben erweckt, die dann die kurzzeitig sehr ruhmreichen Inkareichen gegruendet haben sollen!









Das soll er sein, der Sonnengott! Erkennt ihn jemand?








Schliesslich gings wieder zurueck aufs Festland, neuen Abenteuern entgegen...








...nach La Paz! Diese Stadt ist so gigantisch gross, dass wir uns mit unserem Berlin richtig provinziell vorkommen! Aber es hat doch (wenig) interessantes zu bieten! (auch wenn der Smog und die Menschenmassen atem- und platzraubend sind)
Sprich: LA PAZ STINKT!!!





Zum Beispiel das "Coca-Museum". Aeusserst interessant und fuer zukuenftige La Paz-Besucher nur zu empfehlen!


Naechste Woche beginnt dann der (Steigerung!) interessanteste Teil der Reise:
Das Strassenkinderprojekt in Cochabamba!

Wir halten euch auf dem laufenden!

¡¡¡Hasta luego!!!